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Military vehicles

Unbemannte Bodenfahrzeuge

Die autonome Mobilität beginnt beim Antriebsstrang

Das Schlachtfeld verändert sich. Kontinuierliche Überwachung, autonome Systeme und Präzisionsangriffe aus großer Entfernung beeinflussen die Einsatzweise militärischer Streitkräfte nachhaltig. In umkämpften Gebieten wird es zunehmend schwieriger, Soldaten an die Front zu schicken. Unbemannte Systeme übernehmen einen wachsenden Anteil an Kampf-, Unterstützungs- und Aufklärungsmissionen.

Für diese Entwicklung sind mehr als nur autonome Software und fortschrittliche Sensoren erforderlich. Benötigt werden Mobilitätssysteme, die von Grund auf für den ferngesteuerten und autonomen Betrieb konzipiert sind.

Das auf der Patria TRACKX-Plattform aufbauende und mit dem digitalisierten HSWL 076-Getriebe von RENK ausgestattete Konzept demonstriert, wie zertifizierte Drive-by-Wire-Technologie eine neue Generation von Kettenfahrzeugen ermöglichen kann, die für den ferngesteuerten Betrieb und zukünftige autonome Funktionen ausgelegt sind. Die Zusammenarbeit zeigt einen möglichen Ansatz zur Kombination von Mobilität, Nutzlastkapazität und digitaler Fahrzeugsteuerung, um sich wandelnde operative Anforderungen zu unterstützen.

Das Ergebnis ist mehr als nur ein Konzept für ein unbemanntes Fahrzeug. Es zeigt, wie digitalisierte Antriebstechnologie die Grundlage für den Fernbetrieb und zukünftige autonome Funktionen in einer Vielzahl von Kettenfahrzeuganwendungen bilden kann.

HSWL 076

Die Grundlage für autonome Mobilität

Bevor autonomes Fahren möglich wird, muss jedes unbemannte Bodenfahrzeug eine grundlegende Herausforderung meistern. Das Fahrzeug muss in der Lage sein, zu beschleunigen, zu lenken und zu bremsen, ohne dass ein Besatzungsmitglied es physisch bedient.

Diese Fähigkeit beginnt im Antriebsstrang.

Das HSWL 076 von RENK integriert Antrieb, Lenkung und Bremsen in einem einzigen, digital gesteuerten Subsystem. Durch seine Drive-by-Wire-Architektur werden mechanische Steuerschnittstellen durch redundante elektronische Aktuatorsysteme ersetzt. Dadurch wird die Grundlage für Fernsteuerung, fortschrittliche Fahrerassistenzfunktionen, Platooning, Loyal-Wingman-Konzepte und zukünftige autonome Missionen geschaffen.

Im Gegensatz zu experimentellen Lösungen basiert das HSWL 076 auf einer Sicherheitsarchitektur, die für den operativen Einsatz entwickelt wurde. Das System umfasst redundante Aktuatoren, eine Fail-Operational-Funktionalität, Cybersicherheitsvorkehrungen und die Einhaltung international anerkannter Sicherheitsstandards. Das Ergebnis ist ein Antriebsstrang, der auch unter Fehlerbedingungen steuerbar bleibt und somit die Missionskontinuität gewährleistet, wenn Zuverlässigkeit entscheidend ist.

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Eine Partnerschaft für die nächste Generation von Landverkehrssystemen

Das von RENK und Patria gemeinsam entwickelte Konzept vereint den modularen TRACKX-Plattformansatz von Patria mit der digitalisierten Antriebstechnologie von RENK.

Der Demonstrator, der als Konzept für ein schweres, unbemanntes Bodenfahrzeug entwickelt wurde, veranschaulicht, wie sich Nutzlastkapazität, Kettenmobilität und Fernsteuerungsfähigkeit in einer einzigen Plattformarchitektur kombinieren lassen. Dank seines modularen Aufbaus kann er ein breites Spektrum potenzieller Einsatzprofile abdecken, von Logistik und technischer Unterstützung bis hin zu Aufklärung, Verwundeten-Evakuierung und Kampfunterstützung.

Mit der Präsentation dieser Fähigkeiten in einem Konzeptfahrzeug zeigen RENK und Patria einen möglichen Weg zu größerer operativer Flexibilität und geringerer Gefährdung der Besatzung in zukünftigen Landsystemen auf.

Warum schwere UGVs wichtig sind

Reichweite vergrößern. Personal schützen. Leistungsfähigkeit steigern.

Im Zuge der Weiterentwicklung militärischer Operationen suchen Streitkräfte nach neuen Möglichkeiten, ihre Kampfkraft zu erhöhen und gleichzeitig die Risiken für ihr Personal zu verringern. Schwere, unbemannte Bodenfahrzeuge kombinieren die Mobilität und Ausdauer von Kettenkampffahrzeugen mit Fernsteuerungsfähigkeiten. Dadurch werden kritische Einsätze in Umgebungen möglich, in denen die Anwesenheit von Menschen taktisch unerwünscht oder operativ unmöglich ist.

Durch ihre Fähigkeit, erhebliche Nutzlasten zu transportieren und gemeinsam mit mechanisierten Verbänden zu operieren, stellen sie einen vielseitigen Kraftmultiplikator dar. Von logistischer und technischer Unterstützung bis hin zu Aufklärungs-, Verwundetenevakuierungs- und Kampfunterstützungsmissionen kann eine einzige modulare Plattform ein breites Spektrum an operativen Anforderungen erfüllen.

Da unbemannte und optional bemannte Systeme zu einem immer wichtigeren Bestandteil zukünftiger Streitkräftestrukturen werden, werden schwere UGVs eine Schlüsselrolle bei der Verbesserung der operativen Flexibilität, dem Schutz des Personals und der Aufrechterhaltung der Handlungsfreiheit auf dem modernen Schlachtfeld spielen.

Warum RENK

Den Weg für die nächste Generation militärischer Mobilität ebnen

Seit mehr als 150 Jahren entwickelt RENK Mobilitätslösungen für die anspruchsvollsten militärischen Plattformen der Welt.

Dieses Know-how ermöglicht heute die nächste Evolutionsstufe der Landkriegsführung.

Während Streitkräfte unbemannte und optional bemannte Systeme in ihre Strukturen integrieren, liefert RENK die entscheidenden Mobilitätstechnologien, die für die Einsatzfähigkeit dieser Konzepte erforderlich sind. Unsere Drive-by-Wire-Architektur bildet die Grundlage für Fernsteuerung, fortschrittliche Automatisierung und zukünftige autonome Funktionen in einer Vielzahl von Kettenfahrzeugprogrammen.

Die Zusammenarbeit mit Patria zeigt, was heute bereits möglich ist. Die zugrunde liegende Technologie ist darauf ausgelegt, die Militärfahrzeugprogramme von morgen zu unterstützen.

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